Gesamtverband textil+mode warnt vor folgenschweren Kürzungen im Auslandsmesseprogramm des Bundes

Hauptgeschäftsführer Uwe Mazura: „Wer der mittelständischen Textil- und Modeindustrie Chancen auf Messebeteiligung nimmt, spart an der völlig falschen Stelle.“

11.02.2026

Berlin: Nur noch 200 statt 236 deutsche Gemeinschaftsstände auf Messen weltweit – das wäre die Folge, wenn die Haushaltsmittel für das Auslandsmesseprogramm (AMP) im kommenden Jahr um 1,7, Millionen Euro gekürzt werden.

 

„Die Bundesregierung spart mit solchen Mittelkürzungen an der völlig falschen Stelle,“ warnt der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie, Uwe Mazura. „Für die stark exportorientierte Textil- und Modeindustrie wäre eine solche Reduzierung ein Rückschritt in einer Phase, in der Unternehmen verstärkt neue internationale Märkte erschließen müssen. Gerade kleine und mittelständische Textil- und Modeunternehmen sind auf internationale Sichtbarkeit angewiesen. Wer Exportchancen kappt, schwächt Innovation, Beschäftigung und Investitionen.“

 

Das Auslandsmesseprogramm gehört seit Jahrzehnten zu den wirkungsvollsten Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung. Es ermöglicht jährlich Tausenden mittelständischen Unternehmen, neue Absatzmärkte zu erschließen – von Indien über Indonesien bis zu den Mercosur Staaten. Die Industrie sieht die geplante Kürzung daher als klaren Widerspruch zum Anspruch der Bundesregierung, die Außenwirtschaft strategisch zu stärken, was im Koalitionsvertrag ausdrücklich betont wird. Der Gesamtverband textil+mode appelliert deshalb an das zuständige Ministerium für Wirtschaft und Energie, den Etat wieder deutlich zu stärken und perspektivisch auf 49 Millionen Euro zu erhöhen, um die Wirkungskraft des Programms – gerade für den Mittelstand – langfristig zu sichern. Für 2027 ist eine Kürzung des Etats auf 42,3 Millionen Euro vorgesehen.